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Dialyse

 

Was ist Dialyse

Gefäßzugang/Shunt

 

Hämodialyse

 

·        Funktion einer Dialysemaschine

·        Ablauf der Hämodialyse

 

Peritonealdialyse

 

·        Peritonealdialyse

 

Vor- und Nachteile der Hämo- und Peritonealdialyse

 

 

 

Was ist Dialyse?

 

Durch die Dialysebehandlung wird versucht, wie die Begriffe Nierenersatztherapie oder künstliche Niere aussagen, die verlorengegangene Funktion der körpereigenen Nieren soweit wie möglich zu ersetzen.
D.h. die Stoffe, welche bei einem Gesunden durch die Nieren mit dem Urin ausgeschieden werden (Stoffwechselprodukte, Medikamente, Bestandteile von Nahrungsmitteln usw.), werden bei Patienten ohne oder mit eingeschränkter Nierenfunktion durch Einsatz von künstlichen "Filtern" entfernt.
Darüber hinaus findet während der Dialyse eine Entwässerung statt, da auch dies i.d.R. bei Nierenkranken auf natürlichem Wege (Urinieren) nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr erfolgt.
Hierbei gibt es verschiedene Dialysearten.

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Gefäßzugang (Shunt / Fistel)

 

Da das Blut bei der Hämodialyse außerhalb des Körpers "gereinigt" wird, ist es erforderlich einen Zugang zum Blutkreislauf des Patienten zu schaffen.
Über diesen Zugang wird dem Patienten während der Dialyse 200 - 300 ml Blut pro Minute entnommen, gereinigt und wieder zugeführt.
Ein solcher Gefäßzugang wird erzeugt, indem eine operative Verbindung von einer Unterarmarterie, welche Blut vom Herzen zur Hand führt, zu einer Unterarmvene, welche das Blut von der Hand zurück führt, angelegt wird.
Durch den dadurch entstehenden höheren Druck in der Vene, weitet sich diese und kann mit einer Dialysekanüle punktiert werden.

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Funktion einer Dialysemaschine

 

Eine Dialysemaschine hat drei Bestandteile; den Blut- und den Dialysatkreislauf sowie die Monitoranlage zur Überwachung.

 

Das Blut wird durch das arterielle Schlauchsystem von der arteriellen, d.h. Blutentnahmekanüle, zum Dialysator geführt.
Vom Dialysator gelangt das gereinigte Blut über das venöse Schlauchsystem zur venösen Punktionskanüle, also in den Körper.

Der Bluttransport geschieht durch eine Blutpumpe. Die Blutmenge wird an der Maschine durch Einstellen der Pumpengeschwindigkeit geregelt (i.d.R. 200 - 300 ml/min).

Bevor das Blut den Dialysator erreicht, durchfließt es einen Blasenfänger oder Luftfalle (nicht bei allen Modellen), welcher evtl. im System befindliche Luft entfernt. Luft im Dialysator würde die Dialyseeffizienz beeinträchtigen.

 

Evtl. im venösen Schlauchsystem befindliche Luft wird durch einen zweiten Blasenfänger hinter dem Dialysator entfernt, um davon ausgehende Gefahren für den Patienten auszuschließen.

Da Blut die Eigenschaft hat, außerhalb des Körpers zu gerinnen, muß während der Dialyse eine gerinnungshemmendes Mittel zugeführt werden (Heparin oder Fragmin). Dies geschieht durch eine Pumpe über einen Schlauchanschluß im arteriellen Schlauchsystem.

 

Ferner gibt es in beiden Schlauchsystemen Zuspritzstellen, über die Medikamente injiziert werden oder Blutproben zum Zwecke einer Untersuchung entnommen werden können.

Das von der Wasseraufbereitunganlage vollständig von allen Inhaltsstoffen befreite Reinwasser wird auf Körpertemperatur angewärmt.

Anschließend werden evtl. vorhandene Gase aus der Dialysierflüssigkeit entfernt.
Die Maschine mischt aus Wasser, Säurekonzentrat und Puffersubstanz (Bicarbonat oder Acetat) die Dialysierflüssigkeit.
Eine Pumpe regelt den Dialysatfluß von ca. 500 ml/min.


Das Dialysierflüssigkeit umfließt im Dialysator die Hohlkammenkapillaren, um anschließend ins Abwasser gegeben zu werden.

Sowohl im arteriellen als auch venösen Schlauchsystem befindet sich je ein Druckaufnehmer, welche die Druckverhältnisse im Blutkreislauf überwachen.

Die richtige Zusammensetzung der Dialysierflüssigkeit wird ständig durch Messung der Leitfähigkeit überwacht.

Ferner spürt ein Blutleckdetektor kleinste Mengen Blut im Dialysat auf, die bei einem Leck im Dialysator auftreten.

 

Durch Vergleichen der Dialysatmenge, die in den Dialysator hineinfließt mit der Menge, die ihn verläßt, berechnet der Computer die Wassermenge, die dem Patienten durch Ultrafiltration entzogen wird und regelt den erforderlichen Unterdruck so, daß am Ende der Dialyse die entzogene Wassermenge der zu Beginn eingestellten entspricht.

Desweiteren werden von der Monitoranlage folgende Werte überwacht und angezeigt: Temperatur der Dialysierflüssigkeit, am Dialysator angelegter Unterdruck (TMP=Transmembrandruck), Flußmenge der Dialysierflüssigkeit.
Bei Abweichung einer dieser Werte von den Vorgaben gibt die Maschine akustischen und optischen Alarm. Wenn die Maschine aufgrund des aufgetretenen Fehlers eine Gefahr für den Patienten "vermutet", stoppt sofort die Blutpumpe und zwei Klemmen blockieren automatisch die Blutentnahme und -zufuhr.

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Ablauf einer Hämodialyse

 

Die Dialysemaschine wird mit dem Blutschlauchsystem bestückt; dieses wird mit Kochsalzlösung gefüllt und gespült.
Wasser und die Lösungen zur Dialysierflüssigkeit werden zugeführt.
Vor dem Beginn der Dialyse wird der Patient gewogen. Das Gewicht, was er über dem von seinem Arzt festgelegten Trockengewicht auf die Waage bringt, muß ihm als Wasser während der Dialyse entzogen werden.
Der Patient nimmt in einem Krankenstuhl oder im Bett Platz. Die Punktionsstellen werden desinfiziert und die arterielle sowie venöse Kanüle werden gesetzt und durch Pflaster gegen Verrutschen und versehentliches herausziehen gesichert.


Die arterielle Kanüle wird mit dem arteriellen Schlauchsystem verbunden, die Blutpumpe mit ca. 100 ml/min. gestartet.
Ist das Blut durch das gesamte Schlauchsystem geflossen, wird das venöse Schlauchsystem mit der venösen Kanüle verbunden; der Kreislauf ist geschlossen. Die Blutpumpe kann auf Endgeschwindigkeit (200 - 300 ml/min.) eingestellt werden.
Der Patient bekommt eine Initialdosis Heparin oder Fragmin und die Heparinpumpe wird auf den vorgegeben Wert eingestellt.
Der zu Beginn ermittelte Wert für den Wasserentzug wird am Gerät eingestellt.
Es wird der Blutdruck des Patienten gemessen, und in einem Dialyseprotokoll zusammen mit allen anderen Daten, wie Dialysebeginn/ende, Heparingabe, Gewicht usw., eingetragen.

Ist die Dialysezeit um, wird der Patient abgenomment, indem zunächst die arterielle Kanüle vom System getrennt wird; das Schlauchsystem wird mit einem Kochsalzbeutel zwecks Nachspülen verbunden. Die Blutpumpe läuft wie zu Beginn mit ca. 100 ml/min.


Ist das Blutschlauchsystem fast leer (der Luftdetektor gibt Alarm, die Maschine stoppt), wird auch die venöse Kanüle dekonnektiert.
Die Punktionsnadeln werden gezogen, der Patient drückt mit Wattebäuschen die Punktionsstellen ab, bis diese nicht mehr bluten.
Es wird der Blutdruck gemessen, der Patient wird gewogen und diese Daten werden in das Dialyseprotokoll übernommen.

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Gefahren und Komplikationen bei der Hämodialyse

 

Insgesamt gesehen ist die Hämodialyse ein Verfahren mit geringen Komplikationen. Dies wird u.a. auch durch moderne Dialysemaschinen mit ihren sensiblen Überwachungsmechanismen gewährleistet.

Da der Organismus während der Behandlung Veränderungen ausgesetzt ist (Entgiftung, Wasserentzug usw.), können Zwischenfälle nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Geschieht die Entgiftung zu schnell oder von einer sehr hohen zu einer niedrigen Konzentration oder ist der Wasserentzug zu hoch, kommt es zu Blutdruckabfall, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfen (meist in den Waden beginnend) oder Erbrechen.


Kopfschmerzen, Durchblutungsstörungen oder Blutdruckanstieg am Ende der Dialyse kann auf einen zu hohen Hämatokritwert (Anteil roter Blutzellen), verursacht durch z.B. zu hohe Dosierung von Erythropoetin und verstärkt durch den Wasserentzug bei der Dialyse, zurückzuführen sein.
Durch einen zu starken Abfall des Kaliumspiegels während der Behandlung kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.
Durch die Technik nahezu auszuschließen aber dennoch theoretisch möglich ist das Eindringen von Luft in den Blutkreislauf des Patienten durch Fehlbedienung oder schweren Defekt der Maschine.


Durch Unachtsamkeit kann eine Kanüle aus der Punktionsstelle rutschen. Wird dies nicht sofort bemerkt, kommt es zu Blutverlust.

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Ablauf der Peritonealdialyse

 

Zur Durchführung der CAPD wird dem Patienten ein Katheter dauerhaft in die Bauchhöhle eingesetzt und durch die Bauchfelldecke in der Nähe des Nabels herausgeführt.

 

Unter Einhaltung absoluter Sauberkeit wird morgens nach dem Aufstehen und dann i.d.R. alle vier Stunden drei weitere Male der Beutelwechsel vorgenommen.
Dazu wird zunächst das alte Dialysat aus der Bauchhöhle in einen leeren Beutel zum Auslauf gebracht; anschließend wird der Beutel mit der frischen, aufgewärmten Dialysierflüssigkeit an den Katheter angekoppelt und die neue Flüssigkeit wird in die Bauchhöhle eingebracht.


Der Beutel mit dem verbrauchten Dialysat wird gewogen. Die Differenz zwischen Ein- und Auslauf ist die dem Körper entzogene Flüssigkeit; sie wird protokolliert.
Sowohl Auslauf als auch Einlauf erfolgt mit Hilfe der Schwerkraft, d.h. zum Auslauf wird der Beutel abgesenkt, zum Einlauf angehoben.
Der Beutelwechsel dauert je nach Dialysatmenge, Geschicklichkeit des Patienten usw. zwischen 30 und 60 Minuten. Davon entfallen 15 bis 30 Minuten auf den Auslauf und 10 bis 20 Minuten auf den Einlauf. Der Rest der Zeit wird für Vor- und Nachbereitung benötigt.


Im Prinzip kann der Beutelwechsel überall, wo die hygienischen Verhältnisse es erlauben, durchgeführt werden, z.B. zuhause, am Arbeitsplatz, unterwegs (Hotel o.ä.).

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Probleme und Komplikationen bei der Peritonealdialyse

 

Bei der Peritonealdialyse als Behandlungsform wird sowohl vom Patienten selbst als auch von dessen (Intim-) Partner häufig die ständige Präsenz des Katheters als störend empfunden. Dies ist jedenfalls belastender als der Gefäßzugang bei der Hämodialyse (Shunt).


Der Katheter kann sich verschließen oder durch Darmbewegungen verlagern.
Durch die PD ist der Organismus einer hohen Glucosebelastung ausgesetzt, was zum einen bei Diabetikern eine Erhöhung der Insulindosis erfordert und zum anderen manchmal eine Gewichtszunahme und häufig das Entstehen einer Fettstoffwechselstörung zur Folge hat. Nichtdiabetiker reagieren außerdem häufig mit erhöhten Blutzuckerwerten.


Die wichtigste Komplikation bei der PD ist die Bauchfellentzündung.
Sie kann ausgelöst werden durch Eindringen von Krankheitserregern durch den Katheter, entlang des Kathetertunnels oder auf dem Blutweg.
Bei häufigem Einsatz von Dialysierflüssigkeiten mit hohem Glucosegehalt und damit verbundenem hohem Flüssigkeitsentzug kann es zu einem - durch Anstieg des Serumnatriums bedingten - Blutdruckanstieg kommen.

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Vorteile der Peritonealdialyse gegenüber der Hämodialyse

 

 

Nachteile der Peritonealdialyse gegenüber der Hämodialyse

 

·        Bauchfellentzündungsrisiko

 

Fazit: Jeder sollte individuell mit Absprache des behandelnden Arztes die bestmögliche

Dialysebehandlung für sich selbst finden.

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