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Ernährung und Dialyse

Kalium

Phosphor

Eiweiß

Kochsalz

Flüssigkeitszufuhr

Fett

 

 

Ernährung und Dialyse

 

Da man als Dialysepatient durch die Nahrung viele Stoffe aufnimmt, die unter der Dialyse nicht ausreichend aus dem Blut gefiltert werden können, muss man Diät halten, wobei diese Diät bei jedem Dialysepatienten individuell bestimmt wird. Doch es gibt einige Dinge, an die sich alle Dialysepatienten halten sollten, die einen mehr die anderen weniger und diese möchte ich hier erläutern und aufführen.

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Kalium

 

Kalium ist ein Mineralstoff, der wasserlöslich ist und in unter-

schiedlichen Mengen in allen pflanzlichen und tierischen Nahrungs-

mitteln enthalten ist.

Kalium ist z.B. für die Regulierung der Körperflüssigkeit im Gewebe und

für die Muskelkontraktion notwendig. Deshalb ist dieser Mineralstoff

lebensnotwendig für den menschlichen Organismus.

 

Kalium kann unter der Dialyse sehr stark im Blut ansteigen, da das mit der

Nahrung aufgenommene Kalium von der Dialyse meist nicht ausreichend

entfernt werden kann.

 

Ein zu hoher Kaliumgehalt kann Herzrhythmusstörungen auslösen und deshalb

ist es für den Dialysepatienten wichtig, das die Kaliumwerte regelmäßig

kontrolliert werden.

 

Erhöhte Kaliumwerte entstehen nicht nur durch die Nahrung sondern auch,

wenn dem Körper zu wenig Energie zugeführt wird. Dies hat zur Folge das

es zum Muskelabbau kommt, und somit das in den Muskelzellen lokalisierte

Kalium freigesetzt wird und ins Blut gelangt.

 

Für den Dialysepatienten ist es wichtig, seine Kaliumzufuhr über die

Nahrung zu kontrollieren.

Sehr kaliumhaltige Lebensmittel sind u.a. Obst- und Gemüsessäfte,

einige Obst- und Gemüsesorten, Trockenobst, Kartoffeln und Kartoffel-

produkte, Nüsse, Pilze, Milch, Fleisch, Fisch und Geflügel.

 

Das bedeutet nicht, das man zukünftig auf all diese Lebensmittel verzichten

muss, man sollte sich aber schon einschränken.

Ferner wissen wir, das Kalium wasserlöslich ist und es kann auch nur

durch Wasser aus Lebensmitteln herausgelöst werden.

Durch das Wässern quillt die Zelle, die Zellwände platzen auf und das in den

Zellen gebundene Kalium wird freigesetzt.

Man kann also Kartoffeln, sowie Gemüse wässern. Eine gewässerte Kartoffel

enthält nur halb soviel Kalium, wie eine herkömmlich zubereitete, vorausgesetzt

man wässert sie ca. 24 Stunden und erneuert öfter das Wasser. Vor dem

Kochen sollte man das Wasser auch nochmal erneuern.

Auch Konservenobst und -gemüse enthalten deutlich weniger Kalium als

vergleichbare frische Mengen.

Voraussetzung auch hier ist, das man die Einmachflüssigkeit nicht mit

verzehrt.

Tiefgefrorenes Obst und Gemüse enthält auch weniger Kalium.

 

Das bedeutet nicht, das man nur noch Gemüse und Obst aus der Konserve

essen sollte.

Beim Garen von Gemüse z.B. kann man den Kaliumgehalt um ca. 1/3

reduzieren.

 

Da beim Wässern oder Einkochen von Obst und Gemüse jedoch auch die meisten

Vitamine verloren gehen, sollte man in Maßen gelegentlich auch mal

frisches Obst und Gemüse essen.

 

Auch auf Fleisch und Milchprodukte sollte man nicht ganz verzichten,

da in diesen Lebensmitteln viel Eiweiß enthalten ist und auch Eiweiß

für Dialysepatienten sehr wichtig ist.

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Phosphor

 

Phosphor ist ebenfalls wie Kalium ein lebensnotwendiges Element für

den Organismus und kommt in den meisten Lebensmitteln vor.

Phosphor ist ein wesentlicher Bestandteil von Knochen und Zähnen und ist

der wichtigste Baustein lebender Zellen und bei allen Stoffwechselvorgängen,

die Energie benötigen, beteiligt.

 

Ebenso wie Kalium steigt auch der Phosphatgehalt im Blut bei den

meisten Dialysepatienten an.

Und auch Phosphat kann mit der Dialyse nicht ausreichend entzogen werden.

 

Besonders phosphorhaltig sind die meisten eiweißreichen

Nahrungsmittel wie z.B. Fleisch, Fisch, Geflügel, Nüsse, Mandeln,

Milch und Milchprodukte.

Da aber auch die Eiweißzufuhr gewährleistet werden sollte, kann man

auf diese Produkte nicht ganz verzichten.

Auch hier gilt die Menge machts.

Anders als beim Kalium kann man Phosphor nicht aus den Lebensmitteln

durch wässern oder garen herauslösen.

Man kann einige Nahrungsmittel durch andere austauschen und somit

den Phosphatgehalt reduzieren.

Man kann z.B. anstelle von Milch ein Wasser-Sahne-Gemisch verwenden.

Ferner gibt es Fleisch, Fisch und Käsesorten, die weniger Phosphor

enthalten als andere.

Eine langfristige Erhöhung des Phosphats im Blut führt unbehandelt zu Störungen des Kalziumstoffwechsels im Körper, in dessen Folge die Knochen entkalken und letztlich eine Knochenerweichung (Osteopathie) entsteht; es kann zu Knochenbrüchen, Knochenzysten und krankhaften Kalkablagerungen in den Gelenken kommen.

Da der Kalzium- und Phosphorhaushalt des Körper in engem Zusammenhang steht und diese sich quasi gegenseitig regulieren, kann auch durch die Gabe von Kalzium versucht werden, den Phosphorgehalt im Blut zu vermindern.

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Eiweiß

 

Eiweiß ist ein wichtiger Bestandteil des Blutes, der Muskulatur und

der Hormone.

Die tägliche Eiweißzufuhr des Menschen erfolgt über tierische und

pflanzliche Nahrungsmittel.

Bei Hämodialysepatienten findet während der Dialyse eine "Auswaschung" von Eiweiß aus dem Körper statt, was zur Folge hat, dass Eiweiß in ausreichendem Maße mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
Zwei Drittel des aufzunehmenden Eiweißes sollte tierisches Eiweiß sein.

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Kochsalz (Natrium)

 

Die Reduzierung des Natriums in der Nahrung ist in erster Linie für Patienten mit erhöhtem Blutdruck (Hypertonie) von Bedeutung.
Kochsalz begünstigt die Einlagerung von Wasser im Gewebe (Ödeme).


Ferner ist zu beachten, dass jede Menge zusätzlichen Salz' in der Nahrung das Durstgefühl steigert und somit zu einer Erhöhung der täglichen Trinkmenge führen kann.

Auch vom Einsatz sogenannter "Würzsalze" anstelle von "normalem" Kochsalz ist aufgrund der hohen Mengen an Kalium in diesen Salzen dringend abzuraten.
Ferner sind in aller Regel alle Fertiggerichte, -saucen, -brühen usw. aufgrund ihrer Inhaltstoffe mindestens überprüfungswürdig oder gar ungeeignet.

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Flüssigkeitszufuhr

 

Die Flüssigkeitszufuhr richtet sich nach der Restfunktion der Niere und wird ebenso wie die anderen Faktoren- vom Arzt individuell festgelegt.
Prinzipiell sollte die Gewichtszunahme durch Flüssigkeitseinlagerung zwischen zwei Dialysen so gering wie möglich sein.

Durch die teilweise oder vollständige eingeschränkte Nierenfunktion verringert sich der tägliche Wasserverlust des Dialysepatienten auf die Ausscheidung, den Schweiß, die Atmung und den Stuhlgang.

 

Das im Körper verbleibende Wasser muss mittels der Dialyse dem Körper entzogen werden.

Da besonders die Hämodialysepatienten oft von einem großen Durstgefühl geplagt werden, hier ein paar Tipps zur Durstbekämpfung:

 

·        auf sehr salzige oder sehr süße Speisen verzichten

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Fett

 

Patienten, die an einer chronischen Nierenerkrankung leiden, neigen zu Veränderungen der Blutgefäße.


Sie sollten vermehrt pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren verwenden, sowie den Verzehr von tierischen Fetten wie Butter, Schmalz, Speck und Sahne einschränken.
Mittlerweile haben viele Lebensmittel aus dem Bereich der "Gesundheitskost" (z.B. verschiedene Light-Margarinesorten) genaue Angaben über die enthaltenen Fette, was dem Verbraucher in diesem Fall sehr entgegenkommt.

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