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Über mich

 

Mein Name ist Mirjam Mazur ich bin 28 Jahre alt und lebe in Hannover.

Ende 1999 bin ich erkrankt, hatte Blut im Urin starke Nierenschmerzen und ziemlich erhöhten Blutdruck.

Ich bin nach drei Monaten ins Krankenhaus gegangen, da der mich damals behandelnde Arzt,

keine Diagnose gestellt hat und mich nur mit Antibiotika voll gepumpt hat.

 

Ich empfehle allen Menschen, die Probleme mit den Nieren oder dem Blutdruck haben,

nicht zum Internisten oder Urologen zu gehen. Für Nierenerkrankungen gibt es Nephrologen.

Wenn ich dies damals gewusst hätte, wäre mir vielleicht einiges erspart geblieben.

 

Im Krankenhaus hatte ich schon starke Vergiftungserscheinungen. Es wurde eine Biopsie der

Nieren vorgenommen. Dort stellte man fest, das ich eine relativ selten Erkrankung der Nieren

habe, nennt sich hämolytisch urämisches Syndrom, kurz HUS.

 

Durch einen Blutplasma –Austausch, konnte diese Erkrankung gestoppt werden, allerdings war es da für meine Nieren schon zu spät.

Ich bekam erst mal einen Sheldon-Katheter, das ist ein Katheter der in die Halsvene

gesetzt wird und über den die Hämodialyse statt findet.

 

Danach hatte ich einige Zeit mir darüber klar zu werden, welche Art der Dialyse ich machen

möchte. Ich entschied mich für die Hämodialyse und bekam einen Shunt.

 

Nach fast 8 Wochen Krankenhaus wurde ich endlich entlassen. Ich hatte mir schon während meines Krankenhausaufenthaltes eine Dialysepraxis gesucht.

 

Ich machte knapp 1 ½ Jahre Dialyse und habe die Hämodialyse nie bereut.

Ab und zu war man schon sehr schlapp nach der Dialyse, man musste sich an die Diätverordnungen halten und auch während der Dialyse kam es ab und zu, zu Blutdruckabfällen.

 

Mittlerweile bin ich erfolgreich transplantiert und fühle mich wie neu geboren.

Ich kann fast alles wieder machen.

Meine Erfahrung zu der Transplantation habe ich unter dem Punkt Erfahrungsberichte Transplantation geschildert.

 

Das einzige Problem was ich damals hatte war meine Tochter, denn ich musste sie unterbringen, während der Dialyse und wie das bei kleiner Kindern eben so ist, werden sie auch mal krank, doch dank meiner Familie und meinem Freund, gab es da nie Probleme.

 

So eine Erkrankung ist für alle Beteiligten nicht leicht, und man merkt doch sehr schnell,

wer noch für einen da ist. Viele wenden sich ab, und haben überhaupt kein Verständnis dafür,

das man nicht mehr alles machen kann, das man sich an Diäten halten muß usw.

 

Deshalb möchte ich mich auf diesem Wege ganz herzlich bei meinem Freund Kay bedanken,

der in der ganzen Zeit zu mir gestanden hat, mich unterstützt hat, sich um meine Tochter gekümmert hat und der durch meine Erkrankung auf vieles Verzichten musste.

 

Außerdem danke ich meinem Vater und meinen beiden Schwestern, die sich in Notsituationen

um meine Tochter gekümmert haben und für mich da waren.

 

Ein ganz besondere Dank gilt auch meiner Mutter, die schon während der Dialysezeit für mich und meine Tochter da war und die sich entschlossen hat mir eine ihrer Nieren zu spenden.

Am 8. Mai 2001 wurden wir beide ( erfolgreich ) operiert.

Außerdem danke ich meinem Dialysezentrum, das mich auch nach der Transplantation weiterhin gut betreut.