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Symptome bei chronischer Niereninsuffizienz
Die menschliche Niere hat
folgende Aufgaben:
Urins
bei fehlender Flüssigkeitszufuhr.
In aller Regel verlaufen
chronische Nierenerkrankungen schmerzfrei und werden meist
aufgrund wegen anderer
Symptome -wie Bluthochdruck- oder "zufällig" durchgeführter
Untersuchungen entdeckt.
Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz
treten folgende Symtome auf:
Durch die Zerstörung der
funktionstüchtigen Einheiten der Niere (Nephrone) haben die
verbleibenden eine "größere Arbeit" zu leisten. Dies führt zum
Verlust an Flexibilität, was wiederum eine Änderung des Rhythmus der
Harnausscheidung zur Folge hat. d.h. der Nierenkranke muss des öfteren -auch
nachts- Wasser lassen.
Ferner nimmt die Fähigkeit
ab, mit der Nahrung aufgenommene Substanzen und/oder durch den Stoffwechsel
entstandene Abfallprodukte mit dem Urin auszuscheiden.
Sind nur noch 2 - 2,5% der Nephrone intakt, gerät der Patient in den Zustand
der Urämie, was die Anhäufung von Harn im Blut meint und einem
Vergiftungszustand gleichkommt.
Die Urämie läßt sich in veränderten Laborwerten erkennen. So steigen die
Konzentrationen der Harnpflichtigen Substanzen im Blut (z.B. Harnstoff,
Harnsäure, Kreatinin) an. Phosphat und Kalium, die durch eine gesunde Niere
ausgeschieden werden, reichern sich im Blut an.
Die kranke Niere verliert
die Fähigkeit, das Hormon Erythropoetin zu bilden, welches für die
Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zuständig ist. Als Folge
daraus sinkt die Zahl der roten Blutkörperchen ab, es kommt zur Blutarmut (Anämie).
Durch die daraus resultierende Verminderung des Sauerstofftransportes im Körper
des Patienten stellen sich die Symtome Müdigkeit, Leistungsminderung und blasse
Hautfarbe ein.
Stoffwechselprodukte und
Farbstoffe, die normalerweise mit dem Urin ausgeschieden werden, lagern sich in
der Haut ein, geben ihr ein pergamentartiges Aussehen und verursachen eine
ungesund wirkende Einfärbung.
Appetitlosigkeit stellt sich
ein.
Störungen des
Magen-Darmtraktes
hoher Blutdruck
Ein unbehandelter hoher
Blutdruck zieht fast unweigerlich eine Schädigung der Nieren (und anderer
Organe) nach sich. Das Fortschreiten einer Nierenerkrankung wird durch
Bluthochdruck beschleunigt. Zum anderen verursacht eine Nierenerkrankung eine
Erhöhung des Blutdruckes. Man befindet sich quasi in einem Teufelskreis.
Deshalb ist wichtig, oder
besser unbedingt NOTWENDIG, einen Bluthochdruck sofort zu behandeln, um das
Fortschreiten einer Nierenschädigung mindestens zu verzögern, bzw. um eine
Organschädigung gar nicht erst entstehen zu lassen.
Die ersten Schritte zur
Blutdrucksenkung beinhalten die Anpassung der Lebensweise an die Gegebenheiten:
Der zweite Schritt zur
Blutdrucksenkung, durch die Gabe von Medikamenten, ist aufgrund der vielen
verschiedenen Medikamente äußerst komplex und muß von einem Arzt beurteilt und
durchgeführt werden.
Zu beachten ist, daß ein
Bluthochdruck nicht von heute auf morgen normalisiert werden kann. Dies dauert
Wochen oder gar Monate.
Ursachen für eine terminale
Niereninsuffizienz kann die Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit)sein;
Tendenz steigend.
Diabetes bedeutet die Existenz eines erhöhten Blutzuckerspiegels aufgrund einer
ungenügenden Insulinwirkung. Dies kann bedingt sein durch ungenügende Bildung
und Freisetzung dieses Hormons oder eine eingeschränkte Wirksamkeit des
produzierten Insulins.
Als Folge hieraus kommt es zu Veränderungen der Blutgefäße im gesamten Körper,
u.a. auch der Nierengefäße, wodurch sich Ablagerungen in den Glomeruli
bilden und dadurch Nierengewebe abstirbt. Diese Gefäßveränderungen der Niere
während einer Zuckerkrankheit werden als diabetische Nephropatie bezeichnet.
Das Fortschreiten der
Zuckerkrankheit hängt u.a. stark von dem Verhalten des Patienten, d.h. von
seiner Disziplin bei Einhaltung der erforderlichen Diät und Einnahme der
Medikamente, ab. Das Risiko eine Nierenschädigung in Folge der Zuckerkrankheit
zu erleiden wächst mit der Dauer der Krankheit.
Bei einer weit fortgeschrittenen diabetischen Nephropatie ist die Dialyse meist
die einzige lebenserhaltende Therapie.
Bei der Glomerulonephritis
handelt es sich um eine Entzündung der in der Nierenrinde gelegenen
Nierenkörperchen (Glomeruli).
Ca. ein Drittel aller Dialyspatienten leiden an einer chronischen Glomerulonephritis.
Die Krankheit kann im
Anschluß an eine Infektionskrankheit im Mund- und Rachenraum bzw. einer Grippe
auftreten, doch häufig ist die Ursache unbekannt.
Nierenversagen durch
Medikamente
Viele Nieren versagen
aufgrund einer langen Einnahme von Schmerzmitteln oder besser gesagt
Tablettenmissbrauch.
Unter einer Zyste versteht
man einen durch Kapsel abgeschlossenen Gewebshohlraum.
Bei der sog. Zystenniere handelt es sich um eine doppelseitige Aufdehnung der
Tubuli und Sammelrohre mit lebenslang fortschreitender Zystenbildung. Diese ist
verbunden mit dem Untergang normalen Nierengewebes. Eine einzelne Zyste kann
zwischen wenigen Millimetern und 15 cm Größe erreichen.
Die Zysten sind mit einer
klaren gelben Flüssigkeit gefüllt; Blutungen in die Zysten sowie Infektionen
sind möglich.
50% der Kinder von Patienten mit Zystennieren leiden am gleichen Leiden.
Es gibt verschiedene Formen
des Auftretens zystischer Nierenerkrankungen. .
die Pyelonephritis ist eine
Nierenentzündung, die meist bakteriell verursacht wird. Die Erreger erreichen
die Niere auf unterschiedliche Wege – aus der Hanrblase, über den Blutweg, das
Lymphsystem oder dem Dickdarm.
Erste Anzeichen sind
auftretendes Fieber, Schüttelfrost, Appetitlosigkeit und heftiger
Flankenschmerz.
Wenn akute Erkrankung nicht
richtig ausgeheilt werden kommt es zu einer chronischen Erkrankung, welche den
Verlust von funktionstüchtigem Nierengewebe zur Folge hat und
somit kommt es zum Nierenversagen.
Die Schrumpfniere kann
angeboren sein oder im Laufe des Lebens entstanden sein, meist als
Folge von einer
eingeschränkten Blutzufuhr, dadurch kommt es zum Absterben von Nierengewebe und
somit zur Schrumpfung der Niere.