Transplantation
Vorbereitung auf Nierentransplantation
rechtliche
Grundlagen
Vorraussetzung für eine
Nierentransplantation seitens des Nierenempfängers ist die Aussicht auf einen
Erfolg, das heißt die Wiederherstellung oder Besserung der Gesundheit des
nierenkranken Patienten.
Die Entscheidung wird
ausschließlich nach den objektiven medizinischen Gegebenheiten wie
Grunderkrankung, Allgemeinzustand, Begleitkrankheiten und Ergebnissen der
Voruntersuchungen, getroffen.
Die Durchführung der
Operation bedarf der Zustimmung des Patienten oder dessen gesetzlichen
Vertreters.
Dies setzt wiederum eine
umfassende Aufklärung des Patienten, über Erfolgsaussichten und Komplikation
während der OP sowie der nachfolgenden therapeutischen Maßnahmen, voraus.
Für die
Nierentransplantation werden hauptsächlich Organe von Verstorbenen verwendet.
Es handelt sich dabei meist
um Patienten, bei denen durch bestimmte Umstände der Hirntod
eingetreten ist.
Die Feststellung des
Hirntodes wird durch eine ärztliche Kommission getroffen und die Entnahme der
Niere erfolgt durch ein anderes, davon unabhängiges Ärzteteam.
Die Nieren eines
Verstorbenen dürfen nur entnommen werden, wenn dieser zu Lebzeiten schriftlich
eingewilligt hat. Ist eine solche Einwilligung nicht vorhanden, werden die Angehörigen
befragt und die Organe dürfen entnommen werden, wenn die Angehörigen in die
Organentnahme einwilligen.
In einigen Fällen wird auch
die Möglichkeit der Lebendspende in betracht gezogen,
bei nahen Verwandten, mittle
weile auch Ehepartnern und Lebensgefährten, engen Freunden.
Da ein Risiko für eine
gesundheitliche Schädigung des Spenders besteht muss dieser vor der
Einwilligung in vollem Umfang aufgeklärt werden.
Andere Voraussetzung für
eine Lebendspende ist der gesundheitliche Zustand des Spenders,
der durch mehrere
medizinische Untersuchungen, festgestellt wird.
Außerdem muss die
Gewebeverträglichket zwischen Spender und Empfänger ein optimales Ergebnis
aufweisen.
Selbstverständlich ist, das
der Spender dies aus freien Stücken tut. Dazu müssen sich beide Spender und
Empfänger einer psychologischen Untersuchung unterziehen und vor eine
Ethikkommission treten, die überprüft, ob der Spender aus freien Stücken zu
diesem Schritt bereit ist, oder ob eventuell finanzielle Interessen im Vordergrund
stehen.
Vorbereitung auf die Nierentransplantation
Jeder Patient sollte in
Absprache mit seinem Arzt gemeinsam abwägen, ob für ihn durch eine
Transplantation eine Besserung seines Gesundheitszustandes eintreten kann.
Die Einwilligung in diese
Operation gibt am Ende allein der Patient.
Sollte er sich dazu
entschließen, sind vorab einige medizinische Untersuchungen notwendig, um
eventuelle Komplikationen nach oder während der Transplantation weitestgehend
auszuschließen.
Ein Restrisiko bleibt
natürlich immer, wie bei jeder Operation.
Dazu sind erst mal
Untersuchungen des Magens und Darm ( meist durch eine Spiegelung)
nötig, um eventuelle Geschwüre festzustellen.
Außerdem
Ultraschalluntersuchungen von Leber, Gallenblase, Niere und Bauspeicheldrüse.
Fachärztliche Kontrollen der
Augen, Zähne, Geschlechtsorgane, der Haut und des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
sowie Untersuchungen des Urins, Stuhls und Blutes.
Ferner ist der Zustand des
Herzens wichtig darum wird ein EKG und auch eine Belastungs – EKG gemacht.
Abschließend wenn alle
Erkrankungen ausgeschlossen oder beseitigt sind, wird eine Typisierung der
Blut- und Gewebeeingenschaften des Empfängers gemacht. um eine seinem Gebetyp
ähnliche Niere zu finden.
Danach wird der Nierenkranke
mit den Befunden zur Nierentransplantation angemeldet.
Die Nierentransplantation
dauert in der Regel zwischen eineinhalb und vier Stunden und wird in Vollnarkose
durchgeführt.
Es wird jeweils nur eine
Niere transplantiert, da die Leistung einer Einzelniere ausreichend ist und so
mit den Nieren eines Organspenders zwei Dialysepatienten versorgt werden
können.
Die Transplantatniere wird
über einen bogenförmigen Schnitt in das rechte oder linke Becken
transplantiert. Die Niere wird an die Blutgefäße des Beckens angeschlossen.
Der Harnleiter wird in die
Harnblase eingepflanzt. Die Plazierung der Niere ins Becken bietet einige
Vorteile:
leichter Zugang zu Gefäßen
und Harnblase während der Operation
Schutz der Niere durch das
Becken
leichter Zugang für spätere
Untersuchungen ( Abtasten, Abhören, Ultraschall, Entnahme von Gewebeproben )
Der Urin wird zunächst über
einen Katheter durch die Harnröhre ( Blasenkatheter ) oder durch die Bauchwand
abgeleitet.
Alle Patienten kommen
anschließend und meist nur für kurze Zeit zur Beobachtung auf die
Intensivstation.
Im Regelfall werden sie
anschließend auf die Station verlegt.
Zur Entlassung sollte die
Niere die Funktion gut aufgenommen haben. Sollte die Niere zunächst keinen Harn
bilden und die Untersuchungen normale Befunde aufweisen, ist dies kein
schlechtes Zeichen. Manche Nieren brauchen durch die länger nicht vorhandene
Durchblutung nach der Entnahme eine Erholungszeit,
die zwischen einigen Tagen und 3 ( bis 4 ) Wochen liegen kann.
In der Zwischenzeit können noch Dialysen notwendig sein.
Hat die Niere die Funktion
aufgenommen und die Wundheilung ist im wesentlichen abgeschlossen und der
Patient ist mit den wichtigsten Regeln für das Leben mit einer
Transplantatniere vertraut, kann er entlassen werden, nach ca. 3 bis 4 Wochen
bei unkompliziertem Verlauf.
Mit dem ersten Kontakt
zwischen dem Blut des Transplantierten und der Niere erkennt der Körper, dass
das Transplantat fremd ist und er versucht das Organ abzustoßen.
Die verwendet Medikamente
zur Immunsuppression verhindern, dass der Körper das Organ abstößt, indem sie
die Fähigkeit des Immunsystems vermindern, das fremde Antigen zu attackieren.
Allerdings wird man auf diese Weise auch empfindlicher gegenüber jeglicher Art
von Infektionen.
Das Ziel einer jeden
immunsuppressiven Behandlung ist es, das Immunsystem gerade so zu verändern,
dass das fremde Organ nicht abgestoßen wird, Bakterien, Viren und Pilze, sowie
andere Infektionserreger rasch erkannt und eliminiert werden.
In der Nierentransplantation
kann man die Dosierung der Medikamente so einstellen, dass dieses Ziel erreicht
wird.
Lediglich in der ersten Zeit
nach der Operation ist man gezwungen Immunsuppressiver in hoher Dosis zu geben.
Auch Jahre nach der Transplantation ist es
in der Regel notwendig,
diese Medikamente in niedriger Dosierung weiter zu nehmen.
Die häufigsten Medikamente,
die zur Erhaltung des Organs genommen werden sind:
Die Mehrzahl aller
Komplikationen und Abstoßungen tritt in der Regel in den ersten drei Monaten
auf.
Eine z.B. sich anbahnende
Abstoßung nimmt der Patient meist nicht wahr.
Sie macht sich meistens
dadurch bemerkbar, dass das Kreatinin nicht weiter abfällt oder aber wieder
ansteigt, meist werden dann Biopsien vom Transplantat vorgenommen.
Sollte diese auch eine
Abstoßung bestätigen, wird nach Ausschluß von Infektionen, in der Regel
zunächst eine Behandlung
mit erhöhten Kortisondosen
vorgenommen.
Die meisten
Abstoßungsreaktionen, sind meistens gut behandelbar.
persönliche
Stellungnahme:
türlich haben all diese Medikamente auch nicht
unerhebliche Nebenwirkungen, doch ich denke auch die Dialyse wird mit den Jahren
ihren Teil dazu beitragen, den Körper mehr und mehr zu zerstören.
Die Mehrzahl aller
Transplantierten sieht die Transplantation als Verbesserung der Lebensqualität
an. Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
Meine eigene
Transplantation habe ich unter dem Punkt Erfahrungsberichte Transplantation
geschildert und ich hoffe damit anderen Mut zu machen
und die Angst vor der Transplantation ein
bisschen zu nehmen.